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DRS. RICHTER, WIEDNER + Partner

Kompetenzzentrum Plastische Chirurgie

Praxisclinic Plasticum Köln

T:    +49 175 4585 613
E:    office@plasticum.info
W:  www.plasticum.info

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© 2018 by Dr. med. Dirk F. Richter

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Lipödem

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Lipödem-Sprechstunde

Die Anzahl unserer Patientinnen mit dem Krankheitsbild „Lipödem“ hat sich in letzter Zeit durch die verbesserte Diagnostik deutlich erhöht, so dass wir seit mehreren Jahren eine Lipödem-Sprechstunde anbieten.  Unser Ziel ist es, genügend Zeit für jede unserer Patientinnen aufzubringen, um ihre Beschwerden richtig einzuschätzen und gemeinsam einen Behandlungskonzept zu erstellen.

Wir sind von der  Zeitschrift Focus wegen unserer besonderen  wissenschaftlichen Verdienste  und Spezialisierung auf das Lipödem 2017 erneut  als top Mediziner Deutschland ausgezeichnet worden.

Außerdem war Herr Doktor Richter  bei der Erstellung der neuen Leitlinien zur Behandlung des Lipödems maßgeblich beteiligt.  Hier konnte 2015 erwirkt werden, dass die  Liposuktion als Methode der Wahl angesehen wurde.

 

Zur Unterstützung in diesem Bereich ist Frau Doktor Wiedner in das Kompetenzzentrum für Plastische Chirurgie und in das Dreifaltigkeitskrankenhaus Wesseling gekommen, wo sie ihre intensive Arbeit der letzten Jahre im Bereich des Lipödems fortsetzt. Frau Dr. Wiedner hat sich nach ihrem Wechsel von Österreich nach Deutschland vor mehr als vier Jahren besonders auf die Behandlung des Lipödems spezialisiert. Seitdem hat sie hunderte von Mega-Liposuktionen bei Lipödem Patientinnen durchgeführt, mit besonderem Fokus auf die Behandlung der gesamten Arme, von den Handgelenken bis zu den Schultern. Selbstverständlich wird der ganze Körper betrachtet und behandelt und mit den Patientinnen in einem ausführlichen Beratungsgespräch ein ganzheitlicher Behandlungsplan erstellt. Wichtig ist ihr auch die Wissensweitergabe an Kollegen und die Bevölkerung. Sie ist eine gefragte Rednerin bei Patienten-Informationsveranstaltungen und auf nationalen sowie internationalen wissenschaftlichen Kongressen. 

 

 

Was ist das Lipödem?

Das Lipödem (syn. Adipositas dolorosa) ist gekennzeichnet durch eine krankhafte Fettverteilungsstörung, die sowohl die untere als auch obere Extremität betrifft. Die Diagnose wird häufig erst sehr spät gestellt, da man noch zu wenig über die Erkrankung und deren Therapie weiß. So werden die meisten unserer Patientinnen erst im fortgeschrittenen Stadium vorstellig, nachdem sie über viele Jahre unterschiedliche Ärzte erfolglos konsultiert haben. Die beschriebenen Beschwerden sind Druck- und Bewegungsschmerz, Spannungssgefühl und leicht auftretende blaue Flecken. Die Patientinnen haben oft einen langen Leidensweg mit Lymphdrainagen, Kuraufenthalten und Diäten hinter sich, die aber keine oder nur eine kurzfristige Besserung gebracht haben.  Die Beine werden zunehmend dicker, so dass eine ausgeprägte Dysproportion zwischen Ober- und Unterkörper mit starken Schmerzen und Schwellung besteht. Das Verrichten alltäglicher Aktivitäten wie Laufen, Treppensteigen, Sitzen und gar die Kleidersuche werden immer schwieriger. Daraus resultiert eine Einschränkung im Berufs- und Privatleben und eine deutliche Abnahme der Lebensqualität.

 

Unser Ziel ist es, die Erkrankung bereits in einem frühen Stadium zu behandlen, um den Patientinnen den langen und frustranen Leidensweg zu ersparen  und ein weiteres Fortschreiten zu verhindern.

 

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Die Therapie des Lipödems fußt auf zwei Säulen. Zum Einen gibt es die konservative Therapie bestehend aus der manuellen Lymphdrainage und der Kompressionstherapie. Diese durchaus notwendige Therapie führt aber leider nur zu einer kurzfristigen Beschwerdelinderung und muss lebenslang durchgeführt werden. Die seit 2005 zur Behandlung des Lipödems empfohlene Liposuktion  in einer speziellen Technik ist die Therapie der Wahl, weil durch diese Methode die krankhaft vermehrten Fettzellen dauerhaft entfernt werden können. Studien haben gezeigt, dass eine nahezu komplette,  dauerhafte Beschwerdefreiheit aufrechterhalten werden konnte.

Die Liposuktion bewirkt eine deutliche Reduzierung der konservativen Therapie und führt zu einer Verbesserung der Lebensqualität, da die Schmerzen und das ständige Spannunsgefühl abnehmen, die Beine schlanker werden und eine bessere Beweglichkeit eintritt.  Wird in frühen Stadien operiert, ist eine weitere konservative Therapie meist sogar nicht mehr erforderlich.

 

Unsere Klinik behandelt schon seit vielen Jahren diese Erkrankung mittels  achsengerechter,  lymphbahnenschonender Liposuktion  in Vibrationstechnik oder Wasserstrahltechnik, so dass wir über  ausreichende Erfahrung und Expertise verfügen. Außerdem besitzen wir die Kassenzulassung für stationäre Operationen.

 

Wie wird die Operation durchgeführt?

 Je nach Ausmaß des Befundes sind Liposuktionen in mehreren Sitzungen notwendig, da pro Sitzung maximal 4-6 Liter Fettgewebe abgesaugt werden darf. Die Eingriffe finden in einem Abstand von ca. 3-6 Monaten statt.  Die unter 2-4 tägigen stationären  Bedingungen stattfindende Operation wird in Vollnarkose durchgeführt. Durch die Tumeszenzlösung und den Einsatz der vibrierenden Kanülen  oder der Wasserstrahltechnik können die gefürchteten Komplikationen wie Blutungen und anhaltende Schwellung durch Verletzung der Lymphgefäße deutlich verringert werden. Das Gewebe wird geschont und gleichzeitig gestrafft.  Manchmal sind abschließend auch Straffungsoperationen erforderlich und möglich.

 

Kostenübernahme - Neue Gesetzesregelung beim Lipödem

Vor jeder ärztlichen Behandlung steht eine umfassende Aufklärung der Patientin über den geplanten Eingriff und seine Risiken durch den behandelnden Arzt. In diesem Rahmen können alle Ihre Fragen beantwortet und Ihre Wünsche diskutiert werden.

Einen großer Rückschlag hinsichtlich der Kostenübernahme hat es jüngst durch das Urteil des Bundessozialgerichtes vom 24.04.2018, Az. B 1 KR 10/17 gegeben, das Liposuktion bei Lipödem generell als nicht ausreichende Behandlung qualifiziert. Hiernach müssen die Krankenkassen den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung nicht (mehr) mit einer Fallprüfung in Fällen einer Liposuktion bei Lipödem beauftragen, die Krankenkassen können die Kostenübernahme unabhängig von den Stellungnahmen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung direkt zurückweisen.

In der Pressemitteilung zum o.g Urteil stellt das Bundessozialgericht darauf ab, dass die Liposuktion bei Lipödem nicht dem Qualitätsgebot entspreche und verweist darauf, dass eine nicht ausreichend erprobte Methode nicht zu Lasten der Krankenkassen erbracht werden dürfe. Damit verweist die Pressemitteilung auf § 12 Abs. 1 SGB V. Danach müssen Leistungen ausreichend, zweckmäßig und wirtschlich sein und dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.

Vor diesem Hintergrund dürften Anträge zur Kostenübernahme auf Liposuktion beim Lipödem bei den Krankenkassen regelhaft ins Leere laufen.

Dennoch sind wir zuversichtlich, dass die Studienergebnisse der G-BA Studie, die derzeit aufgebaut wird, eine klare Datenlage liefern werden und die Liposuktion beim Lipödem fester Bestandteil der Leistungspflicht der Krankenkassen im ambulanten und stationären Sektor wird. Mit einer Gesetzesänderung ist jedoch nicht vor März 2021 zu rechnen.

Bis dahin bieten Ihnen hier als Betroffene unterschiedliche Möglichkeiten der Selbstzahlerleistung an. Sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Beratungstermin!